(rtn) Eine kräftige Sturmböe hat am Freitagabend an der Kiellinie beim Schülerbootshaus in Kiel eine alte Kastanie umgeweht.

Dabei wurde das Gebäude beschädigt. Die Polizei hat den gefährdeten Bereich mit Flatterband abgesperrt. Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

 

 

Die Feuerwehr Kiel hatte am heutigen Freitag aufgrund des Sturmes zahlreiche zusätzliche Einsätze zu bewältigen. Berufs- und Freiwillige Feuerwehr mussten in Kiel bis 20 Uhr alleine 31 Mal ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. Obwohl die Einsätze teilweise recht komplex und zeitaufwändig waren, ist es in allen Fällen glücklicherweise bei Sachschäden geblieben.

Gegen 11:10 Uhr wurde die Feuerwehr darüber informiert, dass sich in der Holstenstraße an einem Bürogebäude Teile des Flachdaches gelöst hätten und nun drohten, herabzustürzen. Vor Ort stellte sich heraus, dass ca. 200 qm Dachbekleidung vom Sturm angehoben waren und nun vor der Fassade herabhingen. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, anschließend wurden die Dachteile von der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Kiel gesichert und kontrolliert zu Boden gebracht. Im Einsatz waren hier die Hauptwache der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Suchsdorf.

Um 14:43 Uhr musste die Straße Wulfsbrook durch die Feuerwehr abgesperrt werden, dass Dachziegel vom Dach der Michaeliskirche herabstürzten.

Aus dem Masurenring erreichte die Leitstelle der Feuerwehr ein Anruf von Dachdeckern. Auf einem 8-geschossigen Mehrfamilienhaus hatte sich auf 40 x 30 Metern die Dachbedeckung gelöst. Hier musste die Höhenrettungsgruppe mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Dietrichsdorf die gelösten Dachhaut wieder befestigen.

Während des Spiels Holstein Kiel gegen Heidenheim musste dann die Höhenrettungsgruppe erneut ausrücken, um vom Sturm gelöste Werbebanner an einem Flutlichtmast zu sichern. Da der gefährdete Bereich abgesperrt wurde, konnte das Spiel planmäßig weiter laufen.

Bei weiteren kleineren Einsätzen waren noch die Ostwache der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Feuerwehren Schilksee und Russee im Einsatz. Als Unterstützung wurde zeitweise auch die Drehleiter der Bundeswehrfeuerwehr angefordert.

Obwohl die Leitstelle Mitte in Kiel heute mit insgesamt über 400 Einsätzen (Feuerwehr und Rettungsdienst in Kiel, Plön und Rendsburg Eckernförde) ungewöhnlich viele Einsätze zu disponieren hatte konnten alle Anrufe und Einsätze zeitgrecht und strukturiert bedient werden.



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