Zarpen (rtn) Bei einem Ausweichmanöver ist am Montagabend auf der Hauptstrasse ein Trecker mit Feldspritze gegen einen Baum gefahren. Dabei riss der Tank der Feldspritze mit rund 1200 Liter des chemisch-biologische Wirkstoffes Custodia. Der verdünnte Wirkstoff lief auf die Straße und bedrohte die Kanalisation.

 

Der Landwirt wählte den Notruf und sicherte das auslaufende Spritzmittel zunächst mit Plastikbehältern. Anwohner brachten später auch leere Papiertonnen zum Auffangen der chemischen Flüssigkeit an den Unfallort. So gelang es rund 200 Liter zu sichern.

Aufgrund der Gefahrgutstoffe hatte die Rettungsleitstelle IRLS Süd in Bad Oldesloe  mehrere Freiwillige Feuerwehren, den Rettungsdienst und den Löschzug Gefahrgut Stormarn (LZG) zum Einsatzort geschickt: "Nach ersten Messungen und Prüfungen legten die  Spezialisten des LZG ihre Schutzanzüge an und pumpten mit einer Elektropumpe rund 1000 Liter des Fungizids aus dem beschädigten Tank heraus. Danach füllten sie es in Spezialbehälter, da es unter anderem in nicht verdünnter Form sehr giftig für Wasserorganismen ist", sagte Helge Trabert, Sprecher der Feuerwehr Nordstormarn.  „Feuerwehrleute hatten deshalb während der Arbeiten die Kanalisation mit Erdwällen gesichert und versiegelt, auch der Umweltdienst ist eingesetzt. Dieser entscheidet welche Reinigungsarbeiten nach Abschlss des Feuerwehreinsatzes notwendig sind. Die Arbeiten dauerten bis spät in die Nacht  lang an. Während des Feuerwehreinsatzes war die Ortsdurchfahrt von Zarpen voll gesperrt.


Hintergrund Spritzmittel:
Ein Fungizid ist ein chemischer oder biologischer Wirkstoff, der Pilze oder ihre Sporen abtötet oder ihr Wachstum für die Zeit seiner Wirksamkeit verhindert. Die Eigenschaft nennt man fungizid, den Vorgang Fungizidie. Custodia ist ein Fungizid mit systemischen Eigenschaften gegen Weißstängeligkeit in Raps sowie zur Bekämpfung des Echten Mehltaus an Weinreben. Das Produkt zeichnet sich durch eine sehr schnelle und anhaltende Wirkung aus.

 

Das Mittel "Custodia" ist laut Datenblatt Gesundheitsschädlich bei Verschlucken, kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen und ist sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

In den Sicherheitshinweisen wird darauf hingewiesen, dass das Mittel nicht in die Hände von Kindern gelangen darf und man vor dem Gebrauch besondere Anweisungen einholen soll. Während des Gebrauchs sollte man weder essen, trinken oder rauchen. Man sollte bei der Verwendung Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz und Gesichtsschutz tragen und wenn man damit in Berührung gekommen ist, ärztlichen Rat oder Hilfe einholen.

Der Inhalt oder der Behälter sind einer genehmigten Deponie zuzuführen. Das Mittel oder die Behälter dürfen nicht nicht in Gewässer gelangen. Die Ausbringungsgeräte sollen nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern gereinigt werden und bei der Reinigung der Geräte soll ein Abfließen in Hof- oder Straßenabläufe verhindert werden.




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