(rtn) Mit dem Startschuss für das Welcome Race begannen am Sonnabendmorgen die Kieler Woche Regatten 2018. Um 9.05 Uhr wurden zunächst die 15 Mehrrumpfboote auf den Kurs nach Eckernförde geschickt, bevor zehn Minuten später die ORC-Yachten inklusive der fünf 16 Meter langen ClubSwan 50 folgten.

Ab 10 Uhr wurden schließlich die nach Yardstick vermessenen und die klassischen Yachten, die erstmals an der Aalregatta teilnehmen, gestartet. Über 300 Meldungen machen die Regatta nach Eckernförde wieder zu einem Vaasalauf des Wassersports. „Wir freuen uns über das große Interesse“, so Wettfahrteiter Ralf Paulsen. Insgesamt werden über 1900 Yachten, Boote und Skiffs mit 4000 Aktiven zur Kieler Woche (16. bis 24. Juni) erwartet. Mehr als 400 Starts stehen auf dem vielseitigen Kieler-Woche-Programm.
Für die ORC-Yachten ist das Welcome Race ein Warm Up für die folgenden Pre-Worlds, die von Montag bis Mittwoch ausgetragen werden. 35 Yachten aus neun Nationen haben für die Pre-Worlds im Rahmen des Kiel-Cups gemeldet. Mit einem Sieg bei der schwedischen Meisterschaft vor Marstrand scheint die „Immac Fram“ mit Steuermann Kai Mares für das deutsche Großevent gut gerüstet. In Schweden konnte die „Immac Fram“ (Italia 9.98) auch den aktuellen Europameister „Pro4U“, der auch in Kiel antritt, hinter sich lassen. An Bord der „Immac Fram“ segelten: Kai Mares (Steuermann), Florian Schlünder, Magnus Masilge, Sebastian Block, Daniel Hoffmann, Hendrik Arendt, Georg Leistenschneider und Ben Westphal.


Nach dem Auftakt der Bigboats folgen am Samstag ab 13 Uhr die Starts der 13 internationalen Klassen. Ab Mittwoch greifen die Segler/innen in acht olympischen Klassen, die Teilnehmer an der WM der Laser Radial, der EM der 2.4mR und Hansa 303 sowie der internationalen Klassen 420er, J/70 und J/80 ins Geschehen ein. Doch schon jetzt tummeln sich Olympiasieger und Weltmeister in Kiel, um sich auf die hochkarätigen Regatten vorzubereiten. Zu den Favoriten im olympischen 470er zählen ganz sicher Mathew Belcher/Will Ryan (Australien). „Das Feld ist sehr stark besetzt. Es wird schwer, den Kieler-Woche-Titel zu verteidigen“, so Mathew Belcher zurückhaltend. Der Australier ist schon eine Woche vor dem Start der 470er-Regatten in Kiel-Schilksee und trainiert. Der Gold- und Silbermedaillengewinner bei Olympischen Spielen ist auch aufgrund seiner engen familiären Bindung an Hamburg und als Mitglied des Norddeutschen Regatta Vereins Jahr für Jahr in Kiel am Start. Die Kieler Woche sei immer eine tolle Regattaserie, so Belcher, der mit dem Sieg des Weltcups am vergangenen Wochenende vor Marseille (Frankreich) im Gepäck gewohnt selbstbewusst angereist ist.


Beim World Cup in Frankreich verwiesen Belcher/Ryan die Spaniern Jordi Xammar Hernandez/Nicolá Rodríguez Garcá-Paz und die auch in Kiel startenden Japaner Kelju Okada/Jumpei Hokazono auf die Plätze. Gesamtfünfte wurden Malte Winkel (Schweriner Yacht Club) und Matti Cipra (Plauer Wassersport Verein).


Zusammen mit seinem Vorschoter Will Ryan und dem ukrainischen Erfolgstrainer Victor Kovalenko schwärmt Belcher von der Kieler Woche. Insgesamt vier Kieler-Woche-Siege mit drei verschiedenen Vorschotern mögen die Liebe zu Kiel noch erleichtern. Und so steht die Titelverteidigung in Kiel für 2018 auf dem Plan. Dafür reiste das Dreigestirn direkt aus Marseille nach Schleswig-Holstein.


In Kiel bekommen Belcher/Ryan es nicht nur mit der deutschen Elite zu tun, sondern auch mit den Viertplatzierten bei den Olympischen Spielen in Brasilien, Stuart MacNay/David Hughes (USA), sowie den frisch gekürten Europameistern und Olympia-Sechsten, Anton Dahlberg/Fredrik Bergström aus Schweden. Insgesamt 54 Crews aus 20 Nationen starten in Kiel.


Und während sich die Aktiven auf die Regatten in Kiel und danach bei der WM in Aarhus (Dänemark) konzentrieren, darf Kovalenko schon hin und wieder mit den Gedanken in Richtung Olympische Spiele 2024 schweifen. Er könne einer Entscheidung für eine 470er-Mix-Konkurrenz nichts abgewinnen, so der Erfolgstrainer zur Entscheidung des Weltsegler-Verbandes. Während die Einhand-Jolle Männer (Laser Standard), Einhand-Jolle Frauen (Laser, Radial), Zweihand-Skiff Männer (49er), Zweihand-Skiff Frauen (49erFX), Zweihand-Katamaran Mixed (Nacra17) gesetzt sind, soll die Zweimann-Jolle von den bisher getrennten Geschlechter-Disziplinen zu einer Mixed-Disziplin schrumpfen. Fraglich ist auch die Bootsklasse. Der 470er sei für ihn der kleine Star und die normale Entwicklung vom Segelnachwuchs aus dem Opti über den 420er zum 470er. Mit einer Reduzierung auf Mix oder gar einer Entscheidung für eine andere Bootsklasse würde das Leistungsniveau des Segelsports extrem leiden, so Kovalenko in Kiel.

Quelle: Presse Kieler Woche



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