(rtn) Rund 18.000 Hobby-Radler und Profis waren am Sonntag bei den Cyclassics am Start. In Hamburg und dem Hamburger Umland sorgte die Großveranstaltung für zahlreiche Einschränkungen im Straßenverkehr.
Insgesamt ist es aber bereits das 23. Mal, dass diese Veranstaltung mit Start und Ziel in Hamburg ausgetragen wurde. Da die niedersächsischen Gemeinden südlich von Hamburg aufgrund der zunehmenden Belastung durch Sport-Großveranstaltungen ihre Unterstützung für die Cyclassics beendeten, führte die neue 100 Kilometer lange Runde von der Binnenalster durch den Hamburger Nordosten nach Ahrensburg und über Großhansdorf und Lütjensee weiter nach Grönwohld. Östlichster und Wendepunkt ist Koberg. Von dort ging es über Köthel, Hamfelde (Lauenburg) und Kuddewörde in den Sachsenwald. Über Friedrichsruh, Aumühle und Reinbek erreichen die Radler dann wieder Hamburger Stadtgebiet. 

"Das ist eine tolle Veranstaltung für Stormarn", hatte Landrat Henning Görtz bereits im Vorfeld der Veranstaltung gesagt. Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß unterstützte das Sportereignis ebenfalls: "Wir machen eine neue Erfahrung in Stormarn. Eine Veranstaltung in dieser Größenordnung hatten wir noch nie. Auch die Großhansdorfer waren überwiegend positiv eingestellt und sahen eine Bereicherung für die Gemeinde. Natürlich gab es auch einige Beschwerden von Anwohnern an der Rennstrecke, die befürchteten ihr Grundstück nicht mehr verlassen zu können, aber diese Bürger haben wir beruhigt."

"Infos über die Streckenführung und möglicher Behinderungen wurden im Vorfeld in den Tageszeitungen veröffentlich. Jeder Anwohner habe sich  rechtzeitig  darauf einstellen können", sagte Frank Milewsky, der an der Rennstrecke in Großhansdorf wohnt. Auch Anwohner Wilfried Vogel fühlte sich nicht eingeschränkt oder behindert: "Das Radrennen ist ein Highlight für den Kreis und für unsere Gemeinde Großhansdorf sowieso", dem pflichtete Ute Hahner bei: "Ich finde es toll, dass solch ein Großstadtereignis durch unser Großhansdorf zieht."


Laut Polizei kam es im Rahmen der verschiedenen Rennen zu einigen Stürzen mit unterschiedlich schweren Verletzungen. Insgesamt wurden 15 Personen, die während des
Streckenverlaufes in Schleswig-Holstein gestürzt sind, mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mehrere gestürzte Radfahrer setzten nach ambulanter Behandlung das Rennen fort bzw. beendeten dieses am Ort des Sturzes. Das Rennen der Profi-Teams verlief sturzfrei. LPD Jürgen Funk, Leiter der Polizeidirektion Ratzeburg, zog ein positives Fazit der Veranstaltung und hob die gute Zusammenarbeit mit der Landespolizei Hamburg, dem Veranstalter sowie allen beteiligten Organisationen, die zum weitgehend reibungslosen Ablauf der Veranstaltung beigetragen haben, hervor.Insgesamt waren 125 Polizeivollzugskräfte der PD Ratzeburg im Einsatz.

 

"Für eventuelle Notfälle hielt in unserem Einsatzgebiet hielt sich eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Großhansdorf mit neun Feuerwehrleuten an der Wache am Wöhrendamm auf", sagte Gemeindewehrführer Andreas Biemann. Damit wir im Alarmfall sofort ausrücken können, falls nachrückende Kameraden Schwierigkeiten bei der Anfahrt  durch die gesperrten Straßen haben." Einen Einsatz für die Großhansdorfer Wehr gab es während der Radrennens nicht, deshalb haben die Feuerwehrleute ihre Wache aufgeklart, denn am 25. August ist dort Tag der offen Tür.



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