(rtn) Im Zuge von grundlegenden Umbaumaßnahmen am U-Bahnhof Landungsbrücken müssen die Stintfang-Weinstöcke des Landesparlaments weichen. Das Holz der alten Reben können sich Fans des Weinbergs z.B. zu Deko-Zwecken am kommenden Sonntag abholen – solange der Vorrat reicht.

In der kommenden Woche beginnen die Vorarbeiten zu den Umbaumaßnahmen am U-Bahnhof Landungsbrücken. Der Weinberg der Hamburgischen Bürgerschaft befindet sich im Bereich der künftigen Großbaustelle und wird abgetragen.

Ein erfolgreiches Umsetzen der Nutzpflanzen ist Weinanbau-Experten zur Folge nicht möglich. Der Grund: Bei derart alten Rebstöcken (bis zu 25 Jahre) sind die Wurzeln bis zu 20 Meter lang. Diese werden beim Ausgraben zwangsläufig zerstört.


Allerdings gibt es die Möglichkeit eines besonderen Andenkens: Das Holz der alten Reben kann als Dekoration verwendet werden. Die Bürgerschaft wird die Rebstöcke gemeinsam mit den Winzern, die die Pflanzen viele Jahre ehrenamtlich gepflegt haben, an Fans des Weinbergs am Stintfang verschenken – solange der Vorrat reicht! Die Aktion findet statt am Sonntag, 24. Februar,um 12.00 Uhr am Weinberg der Bürgerschaft oberhalb der St. Pauli-Landungsbrücken.


Hintergrund Weinberg:
Der Weinberg am Stintfang mit Blick auf die St. Pauli-Landungsbrücken wurde 1995 mit zunächst 50 Rebstöcken angelegt. Die Weinstöcke waren ein Geschenk der Wirtinnen und Wirte des „Stuttgarter Weindorfes“ an die Hamburgische Bürgerschaft zum 10. Geburtstag des Weindorfes. Zum 20- und 25-jährigen Bestehen des Weindorfes kamen je 25 Rebstöcke hinzu. Hausherrin auf dem Weinberg, der zum Bezirk Mitte gehört, ist die Präsidentin der Bürgerschaft, Carola Veit.

Der 500 Quadratmeter große Weinberg umfasst 100 Rebstöcke: 50 der Rebsorte Regent (rote Trauben) sowie 50 der Sorte Phönix (weiß). Die Trauben wurden seit 1996 jedes Jahr im September unter der Federführung des Stuttgarter Weinbaumeisters Fritz Currle geerntet, sofort nach der Weinlese nach Stuttgart gebracht und dort ausgebaut. Im Folgejahr kehrten die Trauben in flüssiger Form als „Hamburger Stintfang Cuvée“ nach Hamburg zurück. Die etwa 40 bis 50 Flaschen (0,375 l), die die Stuttgarter jedes Jahr der Präsidentin der Bürgerschaft überreichten, sind unverkäuflich. Sie werden nur an besondere (Staats-)gäste der Bürgerschaft oder für besondere Zwecke verschenkt. Die vorerst letzte Weinlese im vergangenen Jahr musste ausfallen – Unbekannte hatten die Trauben kurz vor der Ernte gestohlen.

Eine Neuanpflanzung von Rebstöcken am Stintfang ist erst nach Abschluss aller Bau- und anschließender Landschaftsarbeiten möglich. Das wäre nach jetzigem Stand der Planungen frühestens Ende 2021 der Fall.

 

Archivbilder: Jubiläumswein vom Elbe-Südhang - Der nördlichste Weinberg Deutschlands feiert Jubiläum. Das Weingut der Hamburgischen Bürgerschaft am Stintfang auf St. Pauli wurde 2004  zehn Jahre alt. 1994  pflanzte der Stuttgarter Winzer Fritz Currle die ersten Rebstöcke auf dem Hügel oberhalb der St. Pauli Landungsbrücken am Hafen. Der Weinberg ist ein Geschenk der Wirte des Stuttgarter Weindorfes, die alljährlich auf dem Hamburger Rathausmarkt zu Gast sind. Zum Jubiläum begutachtete der Schirmherr des Weinberges, Bürgerschaftspräsident Bernd Röder, gemeinsam mit der Stuttgarter Weinkönigin, Christina Warth und Bezirksamtsleiter Markus Schreiber die Reben des Jubiläums-Jahrgangs. Im Bild: Weinkönigin Christina Warth - Bernd Röder - Markus Schreiber



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