Hamburg (rtn) In Hamburg-Wandsbek hat die Feuerwehr in der Nacht zu Donnerstag 21 Bewohner aus einem brennenden Mehrfamilienhauses in der Lomerstraße gerettet. Durch den dicht gewachsenen Baumbestand, war es schwierig, mit der Drehleiter an den brennenden Dachstuhl zu gelangen. Ein nahegelegener Hydrant war durch einen darauf parkenden PKW blockiert.



Nach Angaben der Feuerwehr wurde über den Notruf 112 eine Rauchentwicklung aus dem Dach eines dreigeschossigen Wohngebäudes in der Lomerstraße im Hamburger Stadtteil Wandsbek gemeldet. Sofort wurden ein Löschzug der Berufsfeuerwehr und zwei
Freiwillige Feuerwehren zu der Einsatzstelle alarmiert. Als die ersten Kräfte eintrafen, traten bereits Flammen aus dem Dachstuhl, die sich schnell ausbreiteten. Der Einsatzleiter erhöhte daraufhin in schneller Abfolge die Alarmstufen zunächst auf 2. Alarm, kurze Zeit später auf 3. Alarm. Es wurden zunächst ein C-Rohr im Innenangriff, sowie ein Wenderohr über eine Drehleiter vorgenommen. Durch den dicht gewachsenen Baumbestand, war es schwierig, mit der Drehleiter an den brennenden Dachstuhl zu gelangen.

 

Ein nahegelegener Hydrant war durch einen darauf parkenden PKW blockiert. Durch die Einsatzkräfte wurden insgesamt 21 Menschen aus dem brennenden Gebäude gerettet, die von Notfallsanitätern und Notärzten gesichtet und versorgt wurden. Alle konnten rechtzeitig, zum Teil mit Fluchthauben versehen, durch den Treppenraum ins Freie geführt werden. Keine der geretteten Personen musste nach der ersten Versorgung in ein Krankenhaus befördert werden.

 

Der Dachstuhl brannte auf einer Fläche von gut 20 x 10 Metern komplett aus. Die Flammen schlugen zeitweilig bis zu 7 Meter in den Nachthimmel. Durch den Einsatzleiter wurden insgesamt vier Einsatzabschnitte gebildet in denen 3 C-Rohre, davon zwei im
Innenangriff und eines im Außenangriff, sowie ein Wenderohr über eine Drehleiter vorgenommen wurde.

 

Nach etwa zweieinhalb Stunden war der Brand soweit gelöscht und unter Kontrolle, dass erste Kräfte die Einsatzstelle verlassen konnten. Da das Gebäude zunächst nicht
bewohnbar sein wird, wurde eine Unterbringung durch das Bezirksamt Wandsbek organisiert. Um 4:00 Uhr verließen alle Einsatzkräfte bis auf eine Brandwache, die durch die Besatzung eines Hamburger Löschfahrzeugs gestellt wurde, die Einsatzstelle.

 

Regelmäßige Kontrollen wurden bis 6:30 Uhr durchgeführt, er wurden dabei keine
weiteren Brandherde oder erhöhte Temperaturen festgestellt. Abschließend wurde die Einsatzstelle der Polizei zur weiteren Ermittlung übergeben. Der Einsatz der Feuerwehr Hamburg dauerte insgesamt sechs Stunden.

Eingesetzte Kräfte: 3 Löschzüge der Berufsfeuerwehr, 6 Freiwillige
Feuerwehren, 3 Führungsdienste (A-Dienst, B-Dienst, Bereichsführer
FF), 1 Umweltdienst, 1 Befehlswagen, 3 Rettungswagen, 1 Notarztwagen,
1 Leitender Notarzt, 1 Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, 1
Großraumrettungswagen, 1 Pressesprecher, insgesamt 98 Einsatzkräfte



rtn media ID: 34247


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