Selbsthilfe: Feuerwehr impft Feuerwehren

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    (rtn/ffrpr) Ab 10. Mai steht die Öffnung der Priorisierungsgruppe 3 in den Impfzentren an. In diese Gruppe gehören gemäß Vorgabe der Landesregierung Schleswig-Holstein auch die Freiwilligen Feuerwehren des Landes. Eine Verbesserung für die freiwilligen Feuerwehrleute wurde bis dato nicht erreicht.

    Seitens des Landesfeuerwehrverbandes konnten den Wehren bisher nur zwei mögliche und heftig diskutierte Alternativen aufgezeigt werden. Zum einen der bereits bekannte Weg über die telefonische Terminvergabe über die Nummer 116117. Eine weitere Möglichkeit sei der Versuch der Wehren quasi Sonder-Impftermine für die in Frage kommenden Mitglieder der Wehren bei freien Praxen zu erreichen.

    Die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Reinbek, Ortswehr Reinbek, hat eine dritte Alternative entwickelt. Mit ihr soll Feuerwehren, auch aus dem Einzugsgebiet Reinbeks, die Möglichkeit gegeben werden, sich bei der Feuerwehr Reinbek impfen zu lassen.

    Sinn und Zweck dieser Variante ist es, den Angehörigen der Feuerwehren eine Möglichkeit zu geben, in kurzer Zeit die beiden Impfungen innerhalb der vorgesehenen Frist anbieten zu können. Dadurch werden die ohnehin schon stark beanspruchten hausärztlichen Praxen nicht in der regulären Sprechstunde belastet und das Gesundheitssystem nicht zusätzlich beeinträchtigt.

    In langen Gesprächen und Abstimmungen in die verschiedensten Richtungen konnten sowohl eine Reinbeker Facharzt-Praxis sowie eine zur Beschaffung des Impfstoffes von Biontech berechtigte Apotheke gewonnen werden. Beide Funktionen sind für die Einrichtung dieses Impfstützpunktes für Feuerwehrangehörige seitens des Sozialministeriums zwingend vorgegeben, ebenso die dazu gehörigen Maßnahmen zur Dokumentation und Kontrolle des Impfprozesses.

    Auch diese Vorgaben werden mittels der vorgegebenen Anamnese- und Aufklärungsbögen und entsprechender Erfassung in einem KV- und medizinisch zugelassen Computerprogramm abgedeckt.

    Die Planung sieht vor, dass ein organisatorischer Stab der Wehr das Praxisteam und Arzt beim administrativen Teil unterstützen. Ausgebildete medizinische Fachkräfte der Wehr, z.B. Krankenschwestern und Rettungsassistenten/-sanitäter begleiten den Prozess dabei auch aktiv und stehen – im Fall der Fälle – zu medizinischen Hilfeleistungen bereit. So sollen pro Abend ca. 100 Kräfte geimpft werden können.

    Die räumlichen Anforderungen werden seitens der Ortswehr Reinbek innerhalb der kommenden Woche vollständig umgesetzt. Aus heutiger Sicht werden am Dienstag, 11. Mai 19 Uhr, die ersten Feuerwehrangehörigen in den Räumen der FF Reinbek geimpft. Die Planung sieht in der Startphase die Impfmöglichkeit einmal pro Woche dienstags vor. Die terminliche Disposition zur Planung erfolgt über einen Anmeldeprozess durch die interessierten Wehrführungen und werden dem zur Verfügung stehenden Zeitrahmen angepasst. Parkplätze stehen für die Kameraden zur Verfügung.

    Die Impfung gilt nur für Feuerwehrangehörige der Einsatz- und Reserveabteilungen und sind als Dienstfahrt bei der für Feuerwehren zuständigen HFUK versichert. Ebenso besteht seitens der HFUK ein Versicherungsschutz bei etwaigen gesundheitlichen Schäden im Rahmen der Impfung gemäß Zusage des Landesfeuerwehrverbandes und der Hanseatischen Unfallkasse.

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