Serie: Einsatz für Florian Stormarn

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Bad Oldesloe (rtn) Seit der Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehr im Juli vor 178 Jahren in Deutschland hat sich vieles geändert. Um an die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu erinnern, habe ich auf rtntvnews.de die Serie “Hundert Prozent für das Ehrenamt” gestartet.

Galt es in den frühen Jahren fast ausschließlich Brände zu löschen, verschob sich das Einsatzspektrum besonders bei den Freiwilligen Feuerwehren immer mehr zur Hilfeleistung. Daher hat sich die vorzuhaltende Ausrüstung seit Gründung der ersten Freiwilligen Feuerwehren deutlich verändert, wie man auch in unserem Film vom 24. Juli 2001 bei einem Gefahrgut-Einsatz in Bad Oldesloe klar erkennen kann.

Damals hatte eine aufmerksame Streifenwagenbesatzung der Polizei Bad Oldesloe einen Chemieunfall entdeckt. Aus einem abgestellten Lastwagen im Oldesloer Industriegebiet tropfte eine Flüssigkeit.

Bei Nachschau bemerkten die Polizisten einen Gefahrguthinweis am Fahrzeug, alarmierten sofort die Feuerwehr. Nach einer Überprüfung der Gefahrgutnummer wurde festgestellt: Eisenvitriol, sehr giftig, wenn erhitzt oder mit Wasser in Berührung gebracht wird. Lebensgefahr beim Einatmen.

Die Rettungsleitstelle in Bad Oldesloe gab Großalarm, schickte den Löschzug Gefahrgut und Umweltexperten an den Einsatzort. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt, Spezialisten in Schutzanzügen begannen mit der Sicherung der Ladung. Nach mehreren Stunden war das Granulat auf einen Spezial-LKW umgeladen, es gab Entwarnung. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war das Eisenvitriol vermutlich auf eine nasse Ladefläche verladen worden, oder Regenwasser war in den LKW gelangt.

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