Stormarn: Tierdrama an Angelsee

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    Brunsbek (rtn) In einer schwierigen Rettungsaktion haben Feuerwehrleute am Freitagnachmittag zwei verletzte Schwäne aus einem Angelsee am Steinweg im Brunsbeker Ortsteil Kronshorst geholt. Das Schwanenpaar hatte sich bei der Nahrungssuche in Ästen und Zweigen des Unterholzes am Uferrand verhakt. Eines der Tiere wurde bei seinen verzweifelten Befreiungsversuchen an den Flügeln verletzt, unter Wasser gedrückt und verendete.

    Schwanenpaare binden sich für das ganze Leben. Deshalb war vermutlich der zweite Schwan zu Hilfe gekommen und blieb an seinem Partner hängen. Die beiden hilflosen Tiere wurden von zwei Spaziergängerinnen entdeckt: „Wir dachten zuerst, da schwimmt eine weiße Plane im Wasser beim näheren Hinsehen haben wir dann das Drama entdeckt und sofort einen Notruf abgesetzt“, sagte eine der Frauen während Rettungsarbeiten zum Einsatzleiter der Feuerwehr.

    Zur Rettung der Tiere wurden von der Rettungsleitstelle Süd die beiden Freiwilligen Feuerwehren FF Kronshorst, FF Langelohe und die Amtswehführung alarmiert. Sofort nach ihrer Ankunft begannen die Feuerwehrleute mit den Rettungsarbeiten. An Rettungsleinen stiegen zwei Feuerwehrleute in Wathosen ins Wasser, gesichert von ihren Kameraden.

    Zunächst wurden Äste und Zweige aus dem Uferbereich von weiteren Feuerwehrleuten mit einer Bügelsäge entfernt. Danach zogen sie die beiden Tiere vorsichtig aus dem Wasser heraus. Das tote Tier wurde aus Sicherheitsgründen zum Transport in einen Plastiksack verpackt, das gerettete Tier in Decken gehüllt. Beide Tiere wurden zur weiteren Untersuchung auf mögliche Erkrankungen von den Stormarner Feuerwehrleuten nach Hamburg transportiert. Ein Mitarbeiter des Hamburger Schwanenvaters Olaf Nieß nimmt dort die Tiere in Empfang, der überlebende Schwan kommt in Quarantäne.

    Nach Abschluss des Einsatzes wurden alle Fahrzeuge, die eingesetzten Geräte und die Kleidung der Rettungskräfte desinfiziert.

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