Stormini schließt Tore für dieses Jahr

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    Ammersbek (rtn) Die Zeit verging wie im Flug. Nach letzten Reden auf der Bühne der Kinderstadt und dem letzten Stormini-Tanz verlassen die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Zelte. Stormini schließt nach einer Woche Dauer für dieses Jahr seine Tore in Ammersbek und zieht nächstes Jahr nach Reinfeld. Dort war Stormini im Jahr 2018 bereits schon einmal zu Gast. Stormarns Kreisbrandmeister Olaf Klaus und Kreisjugendwart Melf Behrens haben bei ihrem Besuch am VIP-Tag dazu bereits Unterstützung zugesagt.

    Nachdem Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) seinen Besuch beim VIP-Tag des Demokratie-Projekts „Stormini“ überraschend absagte, hatte ihn die neue Sozial- und Familienministerin Aminate Touré dort vertreten.

    Storminis Bürgermeisterin Karmen und deren Stellvertreter Timo hatten die Ministerin an den Stadttoren abgeholt und sie beim Rundgang über das Gelände begleitet.

    Dort gab es viel zu sehen u.a. eine Tischlerei, eine Fahrradwerkstatt, ein Chemielabor, eine Pharmazie, eine Spielzeugfabrik, weitere Handwerksbetrieb, ein TV-Studio mit Medientechnik, eine Zeitungsredaktion und eine Schmuckwerkstatt und in der nahegelegen Feuerwache Hoisbüttel wurde Gruppenweise eine Brandschutzerziehung durchgeführt.

    „Ich bin begeistert, mit welcher Freude, Disziplin, Spaß und Offenheit den Kindern beigebracht wird, was Eigenverantwortung heißt, sagte Aminata Touré bei ihrem Besuch der Ministadt Stormini am Donnerstagnachmittag in Ammersbek. „Ich weiß wovon ich spreche, als Kind habe ich an mehreren Freizeiten im Land teilgenommen und war später dort mehrfach als Betreuerin eingesetzt.

    Ein wesentlicher Bestandteil des Kinderstadt-Konzeptes ist die Simulation des Kreislaufs von Arbeit, Geldverkehr und Konsum im Freizeitbereich. Die Kinder stellen sich dem stadtinternen Arbeitsmarkt zur Verfügung und üben in zwei täglichen Arbeitseinheiten einen selbst gewählten Job aus. Für diese Arbeit erhalten die Kinder ein Gehalt in der Kinderstadt-Währung „Stormark“. Ihren Lohn können die Kinder im zweiten Teil des Tages für Freizeitaktivitäten, selbst gefertigte Produkte oder im Kindercafé etc. ausgeben.

    Ein Stadtparlament mit Bürgermeisterin und Bürgermeister, das von den Kindern selbst gewählt wird, vertritt die Interessen der Kinder und soll Lösungen für Probleme und Fragestellungen finden, die im täglichen Zusammenleben für die Kinder ersichtlich werden.

    In der Erwachsenenwelt existierende Einrichtungen (Jobcenter, Post, Bank, Geschäfte, Marktplatz, etc.) werden in der Kinderstadt so realitätsnah wie möglich nachempfunden und stellen gleichzeitig Arbeitsplätze für die Kinder dar. Gleiches gilt für die Medienlandschaft (Radio, Fernsehen, Zeitung, Internet), die wie im wahren Leben für Informationsfluss und Unterhaltung in der Gesellschaft sorgt.

    Finanzielle Unterstützung erfährt STORMINI u.a. durch den Kreis Stormarn, die Sparkassen-Stiftung Stormarn, die Bürger-Stiftung Stormarn, die Sparkasse Holstein sowie durch die jeweilige ausrichtende Kommune.

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