Tödlicher Verkehrsunfall auf der Köhlbrandbrücke

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    rtn/ots) Bei einem schweren Verkehrsunfall ist gestern Abend der 24-jährige
    Beifahrer des Unfallverursachers tödlich verletzt worden.

    Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen befuhren ein 22-Jähriger mit einem Audi A 7 und ein 26-Jähriger mit einem BMW 135i die Köhlbrandbrücke vom Finkenwerder Ring kommend in Fahrtrichtung Neuhof. Hierbei sollen beide Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit die im rechten Fahrstreifen fahrenden Fahrzeuge überholt haben.

    Auf der westlichen Auffahrt der Köhlbrandbrücke verlor der 22-Jährige in einer Linkskurve während eines Überholmanövers mit überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über den Audi und touchierteeinen in gleicher Richtung fahrenden Sattelzug. Anschließend geriet
    der Audi nach links, streifte die mittlere Schutzplanke und schleuderte mit der Beifahrerseite gegen einen weiteren, vorausfahrenden Sattelzug, bevor er zum Stehen kam.

    Durch die Kollision erlitt der 24-jährige Beifahrer lebensgefährliche Verletzungen und verstarb noch am Unfallort.

    Der 22-Jährige Fahrer des Audis wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er ambulant behandelt wurde.

    Darüber hinaus wurde er seelsorgerisch durch das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreut.

    Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Fahruntauglichkeit des 22-jährigen Unfallverursachers.

    Nach Zeugenaussagen sollen die Fahrzeuge bereits auf der Finkenwerder Straße durch mehrfache Fahrstreifenwechsel mit überhöhter Geschwindigkeit und lautes Beschleunigen aufgefallen sein.

    Der 26-jährige Fahrer des BMW befand sich zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme ebenfalls am Unfallort. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens ist eingeleitet worden.

    Der Audi und der BMW wurden zwecks Begutachtung durch einen Sachverständigen sichergestellt.

    Durch den Unfall wurde der Dieseltank eines der beteiligten Lkw beschädigt, wodurch geringe Mengen Kraftstoff in die Siele der Köhlbrandbrücke gelangten.

    Zur Unfallrekonstruktion wurde ein Sachverständiger hinzugezogen und ein 3D-Laserscanner eingesetzt.

    Die Ermittlungen, insbesondere zum mutmaßlichen verbotenen Autorennen, dauern an.