Update: St. Pauli : Randale und Messerstiche bei Massenschlägerei

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    Hamburg (fb/pwü) Bei einer Massenschlägerei und Messerstecherei mit über 100 Beteiligten im Ballsaal des St. Pauli Stadions wurden in der Nacht vier Männer durch Messerstiche zum Teil schwer verletzt. Die Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

    Die Polizei hat die völlig aus dem Ruder gelaufene Lage nur mit einem massiven Kräfteaufgebot unter Kontrolle gebracht. Über 50 Streifenwagen, drei Züge der Hamburger Bereitschaftspolizei und sogar aus Schleswig-Holstein, waren im Einsatz. Auch die Bundespolizei unterstützte mit einem Einsatzzug. Vier Männer wurden von der Feuerwehr mit zum Teil schweren Messerstichverletzungen in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Ein 30-Jähriger und ein 26-Jähriger erlitten lebensbedrohliche Stichverletzungen, sind nach Notoperationen aber außer Lebensgefahr. Die beiden anderen Geschädigten konnten nach ambulanter Behandlung bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Ermittlungen am Tatort wurden durch die Mordkommission im LKA übernommen und stehen noch am Anfang. Polizeikräfte stellten zwei Messer sicher, bei einem könnte es sich um eine Tatwaffe handeln. Da auch für die Feuerwehr die Lage sehr unübersichtlich war,  wurden zusätzlich der Leitende Notarzt und der Großraumrettungswagen alarmiert. Während der Personalienüberprüfungen der etwa 500 Veranstaltungsgäste  kam es zu panikartigen Situationen, die die Polizei aber  unter Kontrolle bekam. Dabei wurden auch Polizeihunde und Diensthundeführer eingesetzt. Zahlreiche Personen wurden festgenommen. Während der Personalienfeststellungen raste ein vermutlich völlig betrunkener Mann mit seinem PKW in die Absperrung, und fuhr fast in eine Gruppe von Polizeibeamten hinein. Auch er wurde sofort aus dem Verkehr gezogen und festgenommen. Warum es zu der Massenschlägerei kam, wird zur Zeit von der Polizei untersucht. Ebenfalls wird geprüft, ob es einen Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung am Karfreitag in Hamburg-Wandsbek gibt. Hinter dem Wandsbeker Quarree wurde der 26-jährige Gökay G. durch mehrere Messerstiche schwer verletzt. Mindestens ein Schuss fiel bei diesem Streit. Wegen einer Frau sollen die Täter auf den Mann losgegangen sein. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an. Die Kriminalbeamten bitten Zeugen, die Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 040 – 4286-56789 zu melden.