Ursache für das Lübecker Großfeuer ist geklärt

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    Lübeck (rtn). Nach dem Großfeuer in der Lübecker Altstadt ist jetzt auch die Brandursache klar. Die Brandermittler haben einen technischen Defekt im Stromverteilerkasten des betroffenen Mehrfamilienhauses entdeckt.

    Bei dem Feuer wurden mindestens sieben Menschen verletzt. Einige mussten über eine Drehleiter aus dem brennenden Haus gerettet werden. Zwei Nachbarhäuser wurden evakuiert. Die Lübecker Feuerwehr war mit weit über 130 Kräften im Großeinsatz.

    Nach Angaben der Feuerwehr meldete gegen 22:05 eine Bewohnerin des Brandobjektes ein Feuer in einem Altstadthaus in der Straße Langer Lohberg.

    Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwache 1 und 2 sowie der Freiwilligen Feuerwehr Padelügge-Buntekuh und Innenstadt fanden eine starke Rauchentwicklung und Feuerschein im Treppenraum des Gebäudes vor, welche den Bewohnern den Fluchtweg aus dem Gebäude abschnitt. Da sich das Feuer rasant ausbreitete mussten die Bewohner über Leitern der Feuerwehr gerettet werden. Hierfür wurde weitere Unterstützung durch zusätzliche Freiwillige Feuerwehren angefordert.

    Sieben Bewohner wurden durch den Brand verletzt und mussten zum Teil mit schweren Rauchgasvergiftungen in die umliegenden Krankenhäuser gefahren werden.

    Das Feuer hat sich bis in das Dachgeschoss des Gebäudes ausgebreitet und auch in einigen Bereich auf das Nachbargebäude übergegriffen. Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern sind für die Löscharbeiten gegenwärtig zwei Drehleitern im Einsatz.

    Die Bewohner der angrenzenden Nachbarhäuser wurden evakuiert und in einem bereitgestellten Stadtwerkebus betreut. Durch ein massives Rettungsdienstaufgebot konnte den betroffenen schnell qualifizierte Hilfe zugeführt werden.

    Insgesamt waren an der Einsatzstelle rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Weitere 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr befanden sich zur Sicherstellung des Brandschutzes für das Wachgebiet der Feuerwache 1 und 2 auf der Feuerwache 1 und in den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr.