Vor 34 Jahren: Agentenaustausch auf der Glienicker Brücke

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    Berlin (rtn) Agentenaustausch und Gefangenenfreikauf waren sein Geschäft. Internationale Schlagzeilen machte Rechtsanwalt Vogel am 11. Februar 1986 beim Agentenaustausch zwischen der Sowjetunion, der DDR und der USA auf der Glienicker Brücke in Berlin.

    Neben Anatolij Schtscharanski wurden durch Rechtsanwalt Dr. Vogel, der DDR-Bürger Wolf-Georg Frohn, der Tscheche Jaroslav Javorsky und der Bundesbürger Dietrich Nistroy übergeben und als äquivalent Hanna und Karl Köcher, der sowjetische Computerspezialist Semjiakow, der polnische Geheimdienstler Jerzy Kaczmarek und Detlev Scharfenorth in Empfang genommen. Wochenlang hatten die internationalen Medien in Wohnwagen vor der Glienicker Brücke ausgeharrt und auf die Aktion der Geheimdienste gewartet

    Die Glienicker Brücke war zum Symbol der geteilten Stadt und des Kalten Krieges geworden – aber diesmal schwang noch ein anderer Ton mit: Schtscharanskis Freilassung setzte ein schwaches Signal der Entspannung zwischen Ost und West.

    Jede Regung wurde damals von den Fernsehkameras aufgezeichnet – allerdings nur von Westmedien. Die DDR-Medien berichteten wenig oder gar nicht über die denkwürdigen Ereignisse des 10. Februar 1986.

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