Wohltorf: Suche nach Vermisstem wird Freitag fortgesetzt

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    Wohltorf (rtn) Nach der Explosion in einem Wohnhaus in Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) haben Feuerwehr und Technisches Hilfswerk am Donnerstagnachmittag die Suche nach einem in den Trümmern vermissten Hausbewohner eingestellt.

    Gegen 15.30 Uhr erfolgte die Lautsprecherdurchsage an alle Retter: “Die Suche wird eingestellt”. Für die Männer und Frauen der Feuerwehr und die Spezialisten des Technischen Hilfswerkes ist die Suche vorbei, für die Polizei wird sie weitergehen – aber erst am Freitag: “Dann wird der technische Zug der Polizei anrücken und die Brandruine Stein für Stein umgraben, um sicher zu gehen, dass der vermisste Mann nicht unter den Trümmern liegt. Die Brandruine ist abgesperrt, die Polizei wird nachts verstärkt Streife fahren”, sagte Karsten Wagner, Einsatzleiter der Polizei

    Anwohner hatten am frühen Morgen gegen 4.20 Uhr einen lauten Knall gehört. Danach stand das Haus in Flammen, wie ein Polizeisprecher sagte. In dem Haus sollen eine Frau und ein Mann leben. Laut Thomas Grimm, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Herzogtum Lauenburg, konzentriert sich die Suche auf den Mann: “Wir suchen definitiv nach einem Mann. Die Frau befindet sich voraussichtlich im Urlaub.”

     

    Im Laufe des Tages  ist es der Polizei gelungen, die Frau zu erreichen. Sie befand sich tatsächlich auf einer Urlaubsreise und soll von der Polizei am Bahnhof Wohltorf in Empfang genommen werden, damit sie nicht unvorbereitet in die Unglücksstelle läuft.

    Unklar blieb zunächst, ob der Mann sich zum Zeitpunkt des Feuers im Haus aufhielt. Am Vormittag waren Personenspürhunde der ASB-Ortsgruppe Braak (Kreis Stormarn) im Einsatz und halfen bei der Suche nach dem Mann. Danach suchten Hundeführer der Polizeidirektion Ratzeburg mit Leichenspürhunden den Trümmerberg ab.

    Bei den polizeilichen Ermittlungen verdichten sich die Hinweise darauf, dass der Mann noch unter den Trümmern liegt: “Das Auto steht noch neben dem Haus und der Mann ist heute nicht zur Arbeit erschienen”, sagt Karsten Wagner, Einsatzleiter der Polizei.

    Bei der mehrstündigen Suchaktion haben die Rettungskräfte von Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk einen Zugang zum Keller freigelegt, um auch dort nach dem Mann und einer möglichen Brandursache zu suchen. Björn Albrecht, Fachberater des Technischen Hilfswerks Mölln, war mit Leichenspürhund “Akita”der Polizei in den Keller gestiegen, um dort nach dem Vermissten zu suchen. Beide haben ihn nicht gefunden. Der Keller soll aber weitgehend intakt gewesen sein. Aus dieser Tatsache leitet Feuerwehrsprecher Thomas Grimm ab, dass sich die mutmaßliche Explosion im Erdgeschoss oder im ersten Stock des Gebäudes ereignet hat. Der vermisste Mann könnte also noch unter dem noch nicht untersuchten Schuttberg liegen.

    Am Freitagmorgen soll der Technische Zug der Polizei anrücken und die Unglückstelle mit schwerem Gerät untersuchen. Bis dahin werde das Grundstück von der Polizei abgesperrt, so Wagner.  Quellen Lübecker Nachrichten Online, rtn