Zollfahnder finden raffiniertes Schmuggelversteck

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    (rtn) Bei einer routinemäßige Kontrolle haben Zollfahnder Ende Januar auf dem A7-Rastplatz Dätgen bei Rendsburg in einem Auto aus Dänemark 40 Kilogramm Haschisch entdeckt. Drogenspürhunde hatten angeschlagen. Dies gab das Hauptzollamt Kiel am Donnerstag bekannt.

    Der 40-jährige Fahrer hatte zunächst das Haltesignal der Zöllner missachtet,
    konnte aber anschließend gestoppt und kontrolliert werden. Nach seinem
    Reisegrund und seiner Reiseroute gefragt, machte er widersprüchliche Angaben und
    wurde immer nervöser. Verbotene Gegenstände führe er nicht bei sich. Erste
    Anhaltspunkte veranlassten die Zöllner, bei dem Mann einen Drogenschnelltest
    durchzuführen. Mit Erfolg. Er gab an, Drogen in der Vergangenheit konsumiert zu
    haben. Drogenspürhunde des Bezirksreviers der Polizeiinspektion Kiel waren
    zwischenzeitlich hinzugezogen worden. Die Spürnasen zeigten im hinteren Bereich
    des PKW das Vorhandensein von Drogen an. Offensichtlich wurde an der
    Reserveradmulde fachmännisch manipuliert.

    Zur genaueren Untersuchung des Fahrzeugs wurde es mittels Abschleppwagen zur
    Containerprüfanlage (CPA) des Zolls nach Hamburg verbracht. Das ganze Ausmaß des
    Schmuggelversuchs kam auf den Röntgenbildern ans Licht. Es stellte sich heraus,
    dass unter dem Kofferraum viele „Blöcke“ verbaut waren. Auf Nachfragen gab der
    Beschuldigte zu, dass sich ca. 40 Kilogramm Rauschgift in den Blöcken befände.
    Abschließend zeigte er den Zöllnern den hochprofessionellen Zugriff auf das
    Versteck.

    Man betätigte einen Mechanismus, um das Fach unter dem Kofferraum zu öffnen.
    Dazu musste der Motor gestartet werden, die Heckscheibenheizung angemacht werden
    und ein magnetischer Gegenstand im Ladekabel in den Zigarettenanzünder gesteckt
    werden. Daraufhin öffnet sich der harte Boden des Kofferraumes.

    Der Drogenschmuggler wurde durch den Zoll festgenommen. Ein Strafverfahren wegen
    Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde umgehend
    eingeleitet. Gegenwärtig befindet sich der Mann auf Antrag der
    Staatsanwaltschaft Kiel in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen werden
    beim Zollfahndungsamt Hamburg -Dienstsitz Kiel- und bei der Staatsanwaltschaft
    Kiel geführt.

    „Im Einsatz für Bürger, Wirtschaft und Sicherheit“, dafür steht der Zoll, so der
    Leiter des Hauptzollamts Kiel, Robert Dütsch. Wir werden auch in diesen Zeiten
    unserem Ansatz folgen und unsere Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein
    schützen, so Dütsch weiter.

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