Zwei Jugendliche bei Feuer in Wohnhaus verletzt

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    (rtn) Bei einem Feuer in einer Jugendhilfeeinrichtung wurden in der Nacht im Hamburger Stadtteil Billstedt zwei junge Menschen verletzt. Ein Jugendlicher verletzte sich beim Sprung aus einem Fenster im ersten Stock am Fuß. Ein anderer erlitt Schnittverletzungen an der Hand.

    Nach Angaben der Feuerwehr Hamburg erhielt die Rettungsleitstelle über den Notruf 112 die Mitteilung, dass in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus im Stadtteil Billstedt ein Feuer ausgebrochen sei. Mehrere Personen liefen schreiend auf der Straße umher, Feuer und Rauch sei aus mehreren Fenstern im Erdgeschoss deutlich erkennbar, so die Meldung.

    Da zunächst unklar war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, alarmierten
    die Beamten mit dem Einsatzstichwort – Feuer2, mit Menschenleben in Gefahr – die
    zuständigen Löschgruppen der Feuer- und Rettungswachen Billstedt und Wandsbek,
    die Freiwilligen Feuerwehren Öjendorf und Kirchsteinbek, einen Führungsdienst B,
    den Umweltdienst, einen Bereichsführer FF, zwei Rettungswagen, ein
    Notarzteinsatzfahrzeug sowie den diensthabenden Pressesprecher.

    Die ersten Einsatzkräfte erkundeten vor Ort ein Feuer im eingeschossigen Anbau
    eines dreigeschossigen Mehrfamilienhauses. Mehrere Rauchwarnmelder waren
    deutlich zu hören. Fünf minderjährige männliche Bewohner und eine Betreuerin der
    im Gebäude befindlichen privaten Jugendhilfeeinrichtung hatten sich bereits vor
    Ankunft eigenständig in Sicherheit bringen können.

    Zwei Bewohner zogen sich beiihrer Flucht aus dem verrauchten Gebäude jedoch leichte Verletzungen zu. EinPatient mit Schnittverletzungen verblieb nach rettungsdienstlicher Versorgungdurch Notfallsanitäter an der Einsatzstelle. Der zweite Patient hatte nach einem
    Sprung aus einem Fenster im ersten Obergeschoss Beinverletzungen erlitten und
    wurde in einem Rettungswagen notarztbegleitet in eine nahegelegene Klink
    befördert.

    Zeitgleich gingen drei Löschtrupps mit umluftunabhängigem Atemschutz und je einem C-Rohr zur Brandbekämpfung in das Gebäude und überprüften es auf eventuell weitere Anwesende Personen. Es wurden jedoch keine weiteren Bewohner angetroffen.

    Kleinmöbel, die aus bislang unbekannter Ursache in einem Zimmer im Erdgeschoss des Anbaus in Brand geraten waren, wurden abgelöscht und ins Freie verbracht. Anschließen wurde das Gebäude mit Hochdrucklüftern entraucht und mithilfe einer Wärmebildkamera auf mögliche Glut- und Wärmenester überprüft.

    Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle dem Betreiber und der Polizei für weitere Ermittlungen übergeben. Die nachfolgende Unterbringung der Bewohner wird durch den verantwortlichen Betreiber organisiert. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz.

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